No-Go’s der Bauunternehmen

Wegen Reichtum geschlossen

Ein ortsansässiges Unternehmen baut schlüsselfertige Massivhäuser und ist in unserem Fall ein Paradebeispiel für regionales Bauen, da der Unternehmenssitz nur ein paar Straßen von uns entfernt ist.
Leider bin ich über ein Telefonat mit der ziemlich sympathischen Büroangestellten nicht hinaus gekommen. Der Geschäftsführer war wohl zu diesem Zeitpunkt nicht im Haus und deshalb hatte ich Ihm meine Telefonnummer hinterlegt mit der Bitte um einen Rückruf.
Anscheinend haben Sie Neukunden jedoch nicht nötig, denn ich habe seitdem nichts mehr gehört, was ich sehr schade finde.
Natürlich könnte ich da nochmal anrufen, aber ein gewisses Engagement seitens des Unternehmens erwarte ich eigentlich schon.

Beschattung wird überbewertet

Im Kreis Donauwörth haben wir uns mal mit einem relativ kleinen Zimmereibetrieb in einem Rohbau getroffen. Soweit war auch alles gut und der Geschäftsführer auch solide und sympathisch. Preislich wären sie auch absolut in Ordnung gewesen, aber irgendwann habe ich mir die Fenster mal genauer angeschaut und dann mal ganz blöd nachgefragt, ob sie die Rolläden denn immer im nachhinein einbauen würden, da keine zu sehen waren.
Dann habe ich erfahren, dass das Herr X prinzipiell keine Rollos einbaut, da diese ja eine Wärmebrücke darstellen. Ich meine OK, natürlich hat er da nicht unrecht aber als ich nachfragte wie man dann das Haus beschatten sollte meinte er, dass man ja Innenjalousien anbringen könnte, die gibt es ja mittlerweile auch Akkubetrieben.
Da war ich dann erstmal sprachlos.
Ein wirklich ökologisches, nachhaltiges Unternehmen empfiehlt mir anstelle eines vernünftigen, mit Solarstrom angetriebenen Rolladens eine innenliegende mit Akku angetriebene Jalousie. Da sollte ich mir dann wohl eine Akkuflatrate beim Elektronikgeschäft meines Vertrauens zulegen. 😉

Der Kunde ist König, oder auch nicht…

Über eine Bekannte sind wir an ein kleines Massivbauunternehmen aus dem Kreis Augsburg herangetreten und somit der einzige Ziegelbauer von dem wir uns ein Angebot machen lassen wollten.
Das Ersttelefonat war in Ordnung, dabei haben wir dann gleich den ersten Termin am Grundstück ausgemacht.

Das war der erste Termin bei dem ich alleine war, weil mein Freund arbeiten musste und sonst auch niemand daheim war. Wir sind dann die Anforderungen recht zügig durchgegangen, denn mittlerweile bin ich ja schon in Übung was das anbelangt.
Ich bin dann meine Standardfragen durchgegangen:
– Bauen Sie mit oder ohne Zentrale Lüftungsanlage?
– Den Keller würden wir gerne selbst an einen Bekannten vergeben, ist das ein Problem?
– Elektrik würde mein Bruder machen, da dieser Elektriker ist, passt das?

Normalerweise ist das unserer Erfahrung nach kein Problem, aber man lernt ja bekanntermaßen nie aus.

So fielen die Antworten aus:
– Nur mit Lüftungsanlage, man muss heutzutage mit Lüftungsanlage bauen
OK. Ich kenne mich mit Massivhäusern nicht aus, es kann sein, dass es hier notwendig ist, aber das bestätigt mich wieder in meiner Überzeugung vom Holzhaus.

– Den Keller bauen wir entweder mit oder wir bauen gar kein Haus, das ist aber immer so!
Wow. Bisher war das wirklich bei noch keinem Unternehmen ein Problem. Viele sagen, dass sie zwar drauf bestehen die Statikberechnung selbst zu übernehmen, aber das ist ja ein Kompromiss mit dem man leben kann.

– Ich habe meine eigenen Elektriker mit dem ich zusammenarbeite…

Das war bei weitem das unflexibelste Bauunternehmen das ich bisher kennenlernen durfte und das unzuverlässigste noch dazu. Ich habe nämlich immernoch kein Angebot vorliegen und der Termin liegt jetzt schon gut 2 Monate zurück.

 

 

Augsburger Holzhaus

Mit der Augsburger Holzhaus GmbH verbindet mich die bei weitem längste Geschichte. Ich war schon mit 17 Jahren (jetzt bin ich 26) das erste Mal in deren Vortrag.

Dann folgten noch zwei Berufsausbildungen und die Fortbildung zur Wirtschaftsbetriebswirtin und damit weder Zeit noch Geld um den Hausbau wirklich anzugehen. Deshalb ware ich die letzten Jahre damit beschäftigt mir viele Musterhäuser & Musterhausparks anzusehen. Die Meisten Musterhäuser habe ich bisher jedoch von Augsburger Holzhaus gesehen.
Das Unternehmen verbindet vieles was ich sehr schätze: Familienunternehmen, Regionalität, sehr gute Qualität zu einem vernünftigen Preis. Außerdem bauen sie fast ausschließlich Passivhäuser. Deshalb war Augsburger Holzhaus sehr lange mein Favorit und vor 3 Jahren hätte ich wohl nicht gedacht, dass ich mit einem anderen Unternehmen bauen würde.
Da ich nun aber seit einem Jahr jetzt endgültig in der Berufswelt angekommen bin habe ich mir verstärkt darüber Gedanken gemacht, was ich überhaupt will. Wegen der 3 Hunde haben wir uns entschlossen, dass wir im ganzen EG Fliesen haben wollen, weil sie einfach pflegeleichter sind. Als wir dann in einigen Passivhäusern waren, die (typisch Passivhaus) keine Fußbodenheizung haben, haben wir beschlossen dass das mit Fliesenboden leider nicht harmoniert. Ich trage nämlich keine Hausschuhe, das wird dann doch recht frisch an den Füßen.
Damit war die Augsburger Holzhaus GmbH leider für uns aus dem Rennen.

Contra:

  • konventionelle Heizung ist nicht sinnvoll
  • Kaufentscheidung muss vor Grundrisserstellung fallen, ansonsten bezahlt mann den Architekten extrakfd

Pro:

  • Passivhaus
  • regional

Das Grundstück

Leider, oder vielleicht auch zum Glück, kann ich euch nicht viel zu einer Grundstücksuche in Gersthofen erzählen.
Mein Grundstück ist – ganz langweilig – schon seit Jahrzehnten in Familienbesitz. Früher war das ein Teil eines Ackers der zur Gärtnerei meines Uropas gehört hat. Bereits seit 40 Jahren erinntert jedoch nichts mehr an den Acker. Mittlerweile ist es eines der wenigen noch unbebauten Grundstücke in diesem Wohngebiet.

Hätte ich diesen Vorteil nicht, müsste ich wohl von Gersthofen weg ziehen, weil es hier einem Lottogewinn gleicht noch einen Baugrund zu finden.
Sollte man doch einen finden, ist er fast unbezahlbar. Wie in den meisten Städten im Großraum München.

Was auch ein Vorteil ist: mein Grundstück ist direkt anschließend zu dem meiner Eltern. Das mag für manche eher ein Nachteil sein, aber ich sehe das nicht so. Schließlich kann ich meine Hunde auch mal spontan abschieben ;).

Aber nun zu den Eckdaten des Grundstücks:

– 585 qm (15m x 39m)
– kein Bebauungsplan
– eben
– nicht erschlossen
– bisher kein Bodengutachten